Die Lieder des Volkes
John Henry Mackay
„Was hilft es, die Bücher der Weisheit zu lesen!
Die Lieder des Volkes gilt’s zu verstehn:
Was ewig du sein wirst und was du gewesen,
In ihrem Spiegel wirst du es sehn.
Sie sind so einfach, wie Blumen am Raine,
So schlicht, wie des Vogels Gesang im Wald –
Belausche sie einmal beim Tanz und beim Weine,
Belausche sie achtsam, wie süß das schallt!
Du tauchst in ein Bad und kühlst deine Glieder,
Es lauscht dein Ohr, weil es lauschen muss.
Das sind deines Volkes unsterbliche Lieder,
Der Weisheit erster und letzter Schluss!“ –
So sprach er, wie träumend in ruhlosem Schlafe,
Wie wehrend hob er die blutende Hand,
Und schleppte erwachend – ein ewiger Sklave –
In ärmlicher Freude sein Ketten-Gewand . . .
Quelle: https://gedichte.xbib.de
„Was hilft es, die Bücher der Weisheit zu lesen!
Die Lieder des Volkes gilt’s zu verstehn:
Was ewig du sein wirst und was du gewesen,
In ihrem Spiegel wirst du es sehn.
Sie sind so einfach, wie Blumen am Raine,
So schlicht, wie des Vogels Gesang im Wald –
Belausche sie einmal beim Tanz und beim Weine,
Belausche sie achtsam, wie süß das schallt!
Du tauchst in ein Bad und kühlst deine Glieder,
Es lauscht dein Ohr, weil es lauschen muss.
Das sind deines Volkes unsterbliche Lieder,
Der Weisheit erster und letzter Schluss!“ –
So sprach er, wie träumend in ruhlosem Schlafe,
Wie wehrend hob er die blutende Hand,
Und schleppte erwachend – ein ewiger Sklave –
In ärmlicher Freude sein Ketten-Gewand . . .
Quelle: https://gedichte.xbib.de
JimPfeffer - 27. Jan, 11:20






