Montag, 27. Dezember 2010

Die Glocken läuten

Walther


Es mögen weit die Glocken heute läuten:
Der Marsch des Krieges taktet immer mit,
Und es gewinnt der mit dem harten Tritt.
Man sieht die Gaffer, wenn sie Leute häuten,

Wenn auf der Straße sich die Opfer winden.
Denn es gewinnt, der - im Husarenritt -
Moral und Ethik mit den Füßen tritt,
Der zusieht, wenn sich Kinderkörper schinden,

Damit das Brot auf leere Teller kommt,
Ein Schälchen Reis die Hungermünder stillt.
Die Weihnacht sagte, was Gerechten frommt,

Die Feiernden sind Taube unter Blinden:
Wer anderntags die Täter Lumpen schilt,
War gestern noch beim Zuschauen zu finden.




Quelle: https://www.gedichte-eiland.de

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