Mittwoch, 22. Oktober 2008

Kämpft ihr, für was ihr wollt, ich bin es müd

Emerenz Meier

Kämpft ihr, für was ihr wollt, ich bin es müd,
Dies ew'ge Scheingefecht; der Tod ist doch
Der letzte Sieger. Triumphierend pflanzt
Er über unsern Gräbern seine Fahne,
Die der Vergänglichkeit, voll Hohnes auf
Und fragt: Was war? - Mit seinen hohlen Augen;
Rührt nicht die Arme noch die Füße mehr,
Sterbt, wenn ihr werdet, wollt ihr lang nicht zappeln
An jener Schnur, die man das Leben nennt
Von einem herz- und wesenlosen Gott
Grausam gesponnen, nach Belieben dann
Und Zufall abgeschnitten oder angestückt.
Verfluchtes Dasein ohne Zweck und Ziel.
Seit Tausenden von Jahren oder Millionen
Allweg dasselbe Spiel mit Tier und Mensch
Und allem, was die Erde trägt. Verzweiflung
Muß den ergreifen unfehlbar, der denkt.

Quelle: https://www.wortblume.de

Impressum/Kontakt

Suche

 

Menü

Sozialkritische Gedichte

twoday.net

Lesestoff







Jürgen Friedrich Weissleder, Jana Ramm
TAGESdosen & pfandZEITEN

Credits

vi knallgrau GmbH

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page
xml version of this page (summary)
xml version of this page (with comments)

twoday.net AGB

Blogverzeichnis Blog Button Blogverzeichnis

Web Counter-Modul


(Alfred Henschke) Klabund
Ada Christen
Adinda Flemmich
Adolf Friedrich von Schack
Adolf Glaßbrenner
Adolf Schults
Albin Zollinger
Albrecht von Haller
Alexander Alexandrowitsch Blok
Alexander Puschkin
Alfons Petzold
Alfred Lichtenstein
Annette Droste-Hülshoff
Anton Alfred Noder
Arno Holz
Attila József
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren
development