Freitag, 28. Mai 2010

Langweilig und schlecht

Hoffmann von Fallersleben, 1841


(Aus der Sammlung Unpolitische Lieder II)

Wie ist die Willkür und Gewalt
doch in der Welt gemein!
Die Welt ist schon so klug und alt
und muß doch dienstbar sein!
Wann bricht der Freiheit goldener Strahl
in unsere Nacht hinein?
Wann endet unser Joch einmal,
wann unsere Not und Pein?
O weh! O weh!
Wann unsere Not und Pein?

Geduld ist unsere Fröhlichkeit,
Gehorsam unser Glück,
und niemals kommt Zufriedenheit
in unsere Welt zurück.
Wohl anders wird es jeden Tag,
doch besser wird es nie.
Wer das ein Glück noch nenne mag,
ist dumm wie‘ s liebe Vieh,
o weh! O weh!
Ist dumm wie‘ s liebe Vieh.



Quelle: https://gedichte.xbib.de

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