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Alexander Puschkin

Montag, 24. November 2008

Elegie

Alexander Puschkin

Die längst verloschne Lust der tollen Tage
Quält wie ein Rausch nach einem Zechgelage.
Doch das vergangne Leid, das ich bewahr,
Wird stärker wie ein Wein mit jedem Jahr.
Mein Weg ist kalt. Mir kündet Müh und Sorgen
Das Nebelmeer des ungewissen Morgen.

Allein, ich will, o Freunde, nicht verscheiden,
Will leben, um zu denken und zu leiden!
Ich weiß, es wird der Freude reiner Kuß
Mich rühren zwischen Unruh und Verdruß,
Mich werden wieder Harmonien stillen,
Mir werden beim Gedichte Tränen quillen,
Und Liebe wird des Lebens dunkle Grenzen
Vielleicht, zum Abschied, lächelnd überglänzen.


Quelle: https://gedichte.xbib.de

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