Charles Hamilton Sorley

Sonntag, 30. Oktober 2011

An Deutschland

Charles Hamilton Sorley


Auch ihr seid blind wie wir. Denn keiner sann
Euch Unheil, gierte je nach eurem Land.
Doch in des eignen Raums und Denkens Bann
Hintaumeln wir in blindem Unverstand.
Ihr saht nur eure Zukunft unverwandt,
Und wir des eignen Wollens steilen Plan -
So stehen wir uns im Weg und, haßentbrannt,
Fall´n wir, Verblendete, uns tödlich an.

Wenn Friede ist, erst dann lischt Trug und Schein;
Dann schaun wir uns´re wahrere Gestalt
Verwundert, und, Versöhnte, reichen bald
Wir uns die Hand und lachen alter Pein -
Wenn Friede ist. Bis dahin herrscht Gewalt,
Wird Sturm und Finster, Flut und Donner sein.



Quelle: Gedichte gegen den Krieg, Herausgegeben von Kurt Fassmann bei ZWEITAUSENDEINS

Impressum/Kontakt

Suche

 

Menü

Sozialkritische Gedichte

twoday.net

Lesestoff







Jürgen Friedrich Weissleder, Jana Ramm
TAGESdosen & pfandZEITEN

Credits

vi knallgrau GmbH

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page
xml version of this page (summary)
xml version of this page (with comments)
xml version of this topic

twoday.net AGB

Blogverzeichnis Blog Button Blogverzeichnis

Web Counter-Modul


(Alfred Henschke) Klabund
Ada Christen
Adinda Flemmich
Adolf Friedrich von Schack
Adolf Glaßbrenner
Adolf Schults
Albin Zollinger
Albrecht von Haller
Alexander Alexandrowitsch Blok
Alexander Puschkin
Alfons Petzold
Alfred Lichtenstein
Annette Droste-Hülshoff
Anton Alfred Noder
Arno Holz
Attila József
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren
development