Kein Völkerhaß
Max Kegel
Mögt ihr mit blutbefleckter Hand
Dem Morde eure Opfer weihen,
Mögt ihr mit eurem Opferbrand
Die Völker immer neu entzweien;
Wir wollen, daß der Völkerhaß
Des Volkes Blick nicht länger trübe,
Wir streiten ohne Unterlaß
Für das Prinzip der Menschenliebe.
Die Menschen sind ja Bestien nicht,
Dazu bestimmt, sich zu vernichten,
Nicht durch des Schwertes Vollgewicht
Senkt sich die Waage unsrer Pflichten.
Wir sollen heben, was Natur
An Schätzen auch der Menschheit biete,
Und dieses Werk gedeihet nur,
Wenn uns beglückt der Völkerfriede.
Doch müßte einst gefochten sein,
Und müßte einmal Blut noch fließen,
Dann nicht für die Despoten, nein!
Dann, um die Freiheit zu begrüßen!
Max Kegel
Quelle: Tränen und Rosen, Krieg und Frieden in Gedichten aus fünf Jahrtausenden von Achim Roscher, Verlag der Nation Berlin
Mögt ihr mit blutbefleckter Hand
Dem Morde eure Opfer weihen,
Mögt ihr mit eurem Opferbrand
Die Völker immer neu entzweien;
Wir wollen, daß der Völkerhaß
Des Volkes Blick nicht länger trübe,
Wir streiten ohne Unterlaß
Für das Prinzip der Menschenliebe.
Die Menschen sind ja Bestien nicht,
Dazu bestimmt, sich zu vernichten,
Nicht durch des Schwertes Vollgewicht
Senkt sich die Waage unsrer Pflichten.
Wir sollen heben, was Natur
An Schätzen auch der Menschheit biete,
Und dieses Werk gedeihet nur,
Wenn uns beglückt der Völkerfriede.
Doch müßte einst gefochten sein,
Und müßte einmal Blut noch fließen,
Dann nicht für die Despoten, nein!
Dann, um die Freiheit zu begrüßen!
Max Kegel
Quelle: Tränen und Rosen, Krieg und Frieden in Gedichten aus fünf Jahrtausenden von Achim Roscher, Verlag der Nation Berlin
JimPfeffer - 4. Apr, 15:27






