Peter Rosegger

Donnerstag, 15. Januar 2009

Mein Ideal

Peter Rosegger



Ein schöneres Ideal hat noch niemand geträumt,
Als meine sehnende Seele es hegt,
Ich seh' ein Paradies auf Erden erstehn,
Das wieder die Freude, die Liebe trägt.

Ich sehe die Völker des Erdenballs
Im Glanze der glorreichen Einheit stehn,
Ich seh' auf den Zinnen der Treue, des Rechts,
Der Bildung, die Fahne des Friedens wehn.

Ich seh' nur die Waffe des Geistes gezückt
Zum Trotze dem Mordblei, zum Trotze dem Schwert;
Ich sehe das Eisen dem Baue des Felds,
Der sausenden Werkstatt zugekehrt.

Ich sehe die Frau am häuslichen Herd,
Keine Sklavin der Willkür, der Mode mehr.
Eine Priesterin, traun, der wärmenden Glut,
An der Liebe Altar, des Hauses Ehr'.

Ich sehe den Mann, besiegend das Tier,
Das lauernd in seinem Busen steht,
Ich seh' ihn aufrecht, gütig und stolz
Bewusst sich der göttlichen Majestät.

Ich ahne - ich sehe die herrliche Zeit,
Ich sehe zur Wahrheit die Schönheit sich reihn,
Die Völker in Liebe verschlungen und frei,
Ich sehe die Menschen - Menschen sein!




Quelle: https://gedichte.xbib.de

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