Stefan Offenbecher

Montag, 15. Juni 2009

KURZ VOR 12

Stefan Offenbecher


Es war schon spät
als ich wieder durch
den Straßenzug blickte
und die Laternen
grüne Schatten warfen.

Irgendwo luden
mich Bars zum letzen
Drink des Abends ein
und winkten
wie neulich mit weißen
Flaggen aus den Türen.

Ein paar Verrückte
kamen vorbei
und sangen lauthals
80iger Jahre Lieder,
die ich kannte.

Ich wollte schon fast
die Fenster öffnen,
und hinunterspringen,
als mir einfiel, dass ich
gar nicht singen konnte.



https://derbauchschreiber.wordpress.com/2009/

KONTRASTSTRÖME

Stefan Offenbecher


Ein Kind von dieser Welt zu sein,
das warf stets Fragen in mir auf.
Ich sagte ja und meinte nein,
die Folgen nahm ich mit in Kauf.

Mit zwanzig schossen die Gedanken
aus völlig andrer Perspektive,
geschlossen blieben viele Schranken,
aus Verben wurden Konjunktive.

Wie all die Zeit uns weiter trägt!
Es strömten aus mir bald Kontraste,
ich spürte förmlich, „wie es sägt“,
und suchte nach der Aus-Stopp-Taste.

Die fand ich nicht, das war mein Glück,
ergriffen längst von Widersprüchen,
blieb ich bloß Teil von einem Stück,
als Ganzes unterm Strich von Brüchen.



https://derbauchschreiber.wordpress.com/2009/

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