Dienstag, 26. August 2008

Der Komet

Erich Mühsam



Der Stern, der bei der Venus steht,
schau, Mädchen, und begreif:
Der neue Stern ist ein Komet.
Kühn spreizt sich ihm der Schweif.

Es staunt der Mond: Was will der Wicht
mit seinem langen Schwanz?
Mich dünkt das ganze Himmelslicht
erstrahlt in jungem Glanz.

Schau, Mädchen, wie der Mond von Gift
und Eifersucht sich bläht,
weil des Kometen starke Schrift
am Himmel Sünden sät.

Es glitzert Venus, Juno lacht,
Uranus aber zwinkt,
wenn dieser Neuling Nacht für Nacht
mit seinem Zierat winkt.

Bald sinkt er wieder in den Raum.
Dann kommt er nur noch fern
der Venus manchmal in den Traum
und manchem andern Stern.


Quelle: https://www.muehsam.de

Impressum/Kontakt

Suche

 

Menü

Sozialkritische Gedichte

twoday.net

Lesestoff







Jürgen Friedrich Weissleder, Jana Ramm
TAGESdosen & pfandZEITEN

Credits

vi knallgrau GmbH

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page
xml version of this page (summary)
xml version of this page (with comments)

twoday.net AGB

Blogverzeichnis Blog Button Blogverzeichnis

Web Counter-Modul


(Alfred Henschke) Klabund
Ada Christen
Adinda Flemmich
Adolf Friedrich von Schack
Adolf Glaßbrenner
Adolf Schults
Albin Zollinger
Albrecht von Haller
Alexander Alexandrowitsch Blok
Alexander Puschkin
Alfons Petzold
Alfred Lichtenstein
Annette Droste-Hülshoff
Anton Alfred Noder
Arno Holz
Attila József
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren
development