Dienstag, 13. Januar 2009

KONTRASTSTRÖME

Stefan Offenbecher


Ein Kind von dieser Welt zu sein,
das warf stets Fragen in mir auf.
Ich sagte ja und meinte nein,
die Folgen nahm ich mit in Kauf.

Mit zwanzig schossen die Gedanken
aus völlig andrer Perspektive,
geschlossen blieben viele Schranken,
aus Verben wurden Konjunktive.

Wie all die Zeit uns weiter trägt!
Es strömten aus mir bald Kontraste,
ich spürte förmlich, „wie es sägt“,
und suchte nach der Aus-Stopp-Taste.

Die fand ich nicht, das war mein Glück,
ergriffen längst von Widersprüchen,
blieb ich bloß Teil von einem Stück,
als Ganzes unterm Strich von Brüchen.



https://derbauchschreiber.wordpress.com/2009/

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